Bestes Hosting für WordPress Multisite Schweiz

Hosting für Multisite-Netzwerke mit genug Speicher und Datenbank-Kapazität

Zuletzt aktualisiert: April 2026
Bestes Hosting für WordPress Multisite Schweiz

WordPress Multisite ist eine Funktion, mit der du aus einer einzigen WordPress-Installation mehrere Websites betreiben kannst. Statt fünf separate Installationen zu pflegen, hast du ein Netzwerk, das zentral verwaltet wird. Das klingt praktisch, und ist es auch, wenn du mehrere Projekte oder Standorte mit ähnlicher Struktur hast. Allerdings hat Multisite besondere Anforderungen an das Hosting, die ein normales Webhosting-Paket nicht immer erfüllt. Dieser Artikel zeigt dir, wann sich Multisite lohnt, was das Hosting leisten muss und welche Schweizer Anbieter in Frage kommen.

Kurz & knappFür WordPress Multisite brauchst du ein Hosting mit genug Speicher, Datenbank-Kapazität und idealerweise Wildcard-Subdomain-Support, wenn du Subdomains nutzen willst. Empfehlungen: Hostpoint Smart (17.90/Mt.), Cyon Hosting (ab ca. 19.90/Mt.), Infomaniak Web + Mail oder grösser. Multisite lohnt sich für mehrere ähnliche Projekte, etwa Filialseiten, Sprachversionen oder Vereinssubsites. Für komplett unterschiedliche Projekte meistens separate Installationen.

Was ist WordPress Multisite

WordPress Multisite ist eine Funktion, die seit WordPress 3.0 im Kern enthalten ist. Mit ihr wird aus einer WordPress-Installation ein Netzwerk von mehreren Websites, die eine gemeinsame Code-Basis, gemeinsame Plugins und Themes teilen, aber unabhängige Inhalte, Nutzer und teilweise Einstellungen haben.

Typische Einsatzgebiete:

  • Eine Firma mit mehreren Standorten, die pro Standort eine eigene Website mit lokalen Informationen haben will.
  • Ein Bildungsinstitut, das pro Abteilung oder Fakultät eine eigene Website pflegt.
  • Ein Verein mit Regional-Gruppen, die je eine eigene Seite bekommen.
  • Ein mehrsprachiges Projekt, bei dem jede Sprache als eigene Site läuft.
  • Eine Agentur, die mehrere Kundenseiten zentral pflegt.

Der grosse Vorteil: alle Seiten teilen sich eine WordPress-Installation. Ein einziges Update aktualisiert das ganze Netzwerk. Ein einziges Plugin läuft in allen Subsites. Das spart enorm Zeit bei der Pflege.

Der Nachteil: alle Seiten teilen sich auch die Ressourcen. Wenn eine Subsite plötzlich viel Traffic bekommt, beeinflusst das die Performance der anderen. Und wenn du beim Update einen Fehler machst, sind alle Seiten betroffen.

Wann sich Multisite lohnt, wann nicht

Multisite ist kein Allheilmittel. Es lohnt sich, wenn die Projekte ähnlich aufgebaut sind und du die Verwaltung zentralisieren willst. Es lohnt sich weniger, wenn die Projekte komplett unterschiedlich sind und unabhängig voneinander entwickelt werden müssen.

Multisite ist sinnvoll bei

  • Ähnlichen Projekten mit gleicher Struktur, etwa Filialseiten eines Unternehmens.
  • Vielen kleinen Seiten, die du zentral updaten willst.
  • Mehrsprachigen Projekten, wenn du eine saubere Trennung pro Sprache willst (Alternative: Multilingual-Plugins wie Polylang oder WPML).
  • Netzwerken mit gemeinsamer Verwaltung und zentraler Mitglieder-Struktur.

Multisite ist nicht sinnvoll bei

  • Komplett unterschiedlichen Projekten mit unterschiedlichen Anforderungen an Themes oder Plugins.
  • Projekten, die völlig unabhängig skalieren sollen (eines wird gross, eines bleibt klein).
  • Wenn du unterschiedliche WordPress-Versionen parallel laufen lassen willst (geht nicht bei Multisite).
  • Wenn einzelne Sites sehr unterschiedliche Sicherheitsanforderungen haben.

Faustregel: wenn du deine Projekte heute schon mit sehr ähnlichen Themes und Plugins aufbaust, ist Multisite eine Option. Wenn jedes Projekt seine eigene Welt hat, sind separate Installationen oft die bessere Wahl.

Was das Hosting leisten muss

Multisite-Hosting hat einige besondere Anforderungen, die ein Standard-Paket nicht immer erfüllt.

Genug Speicher und Datenbank

Multisite speichert für jede Subsite eigene Uploads-Ordner. Fünf Sites mit je einem Gigabyte Medien sind schnell fünf Gigabyte zusätzlicher Speicher. Rechne grosszügig: mindestens zwanzig, besser fünfzig Gigabyte Speicher solltest du einplanen.

Die Datenbank-Tabellen wachsen bei Multisite schneller, weil pro Subsite zusätzliche Tabellen angelegt werden. Ein kleines Multisite-Netzwerk mit zehn Seiten hat schnell mehrere hundert Tabellen. Die meisten Schweizer Hosts haben hier keine harte Grenze, aber die Datenbank-Performance wird wichtiger.

Wildcard-Subdomain-Support

Wenn du Subdomains nutzen willst (etwa verein1.deinverein.ch, verein2.deinverein.ch), musst du Wildcard-DNS-Einträge und Wildcard-SSL-Zertifikate einrichten können. Das geht bei einigen Hostern standardmässig, bei anderen nur auf Anfrage oder gar nicht. Prüf das vor dem Kauf im Support.

Moderne PHP-Version und Caching

Multisite profitiert stark von einem Object-Cache wie Redis oder Memcached. Nicht alle Shared-Hoster bieten das standardmässig an. Alternativ kannst du mit Caching-Plugins arbeiten, aber die Leistung ist spürbar besser mit einem echten Object-Cache.

Ausreichend Mail-Adressen

Wenn jede Subsite eigene Admin-Mails oder Kontakt-Formulare braucht, addieren sich die Mail-Adressen schnell. Ein Paket mit unbegrenzten Aliases (etwa Infomaniak oder Cyon) ist hier komfortabler als eines mit einer harten Limite.

Subdomain oder Unterverzeichnis

Bei Multisite musst du dich beim Einrichten für eine Struktur entscheiden:

Subdomain-Struktur

Jede Subsite bekommt eine eigene Subdomain, etwa site1.deinedomain.ch, site2.deinedomain.ch. Vorteil: klare Trennung, jede Subsite hat ein eigenständiges Gesicht. Nachteil: du musst Wildcard-DNS und Wildcard-SSL einrichten.

Unterverzeichnis-Struktur

Jede Subsite liegt in einem Unterverzeichnis, etwa deinedomain.ch/site1, deinedomain.ch/site2. Vorteil: einfacher einzurichten, keine Wildcard-Konfiguration nötig. Nachteil: die URL-Struktur wirkt weniger eigenständig.

Domain-Mapping

Egal welche Struktur du wählst, du kannst jeder Subsite später eine eigene Top-Level-Domain zuweisen (Domain-Mapping). Also etwa site1.deinedomain.ch wird zu www.kundenprojekt-1.ch. Das erfordert aber zusätzliche Konfiguration und oft ein Plugin oder manuelles Setup.

Hosting-Empfehlungen mit Preisen

Multisite ist kein Feature für Einsteiger-Pakete. Die folgenden Schweizer Hoster bieten Pakete, die Multisite sinnvoll unterstützen.

Hostpoint Smart, CHF 17.90 pro Monat

Eine gute Einstiegsstufe für Multisite. Smart bietet mehr Speicher und mehr Datenbanken als das Standard-Paket, was für ein Multisite-Netzwerk mit mehreren Seiten sinnvoll ist. Schweizer Rechenzentrum in Rapperswil, Support in mehreren Sprachen. Wildcard-Subdomain-Setup ist möglich, bei Fragen hilft der Support.

Cyon Hosting, ab CHF 19.90 pro Monat

Cyon bietet Multisite-taugliche Pakete, die etwas über dem Basis-Paket liegen. Schweizer Rechenzentrum in Basel, Support, den Kundinnen und Kunden oft positiv beschreiben. Für eine Multisite-Umgebung, bei der du schnelle Hilfe bei Konfigurationsfragen brauchst, eine solide Wahl.

Infomaniak Web + Mail oder grösser, ab CHF 13.20 pro Monat

Infomaniak ermöglicht Multisite auch im Web + Mail Paket. Für grössere Netzwerke empfiehlt sich die nächste Stufe oder gleich ein VPS bei Infomaniak. Rechenzentren in Genf und Winterthur, eingebautes CDN, ökologisches Profil.

Hosttech, ab CHF 12.90 pro Monat

Hosttech bietet mit dem Hosting L und höheren Paketen Multisite-fähige Infrastruktur. Das Standard Smart Deal ist für ein kleines Multisite-Netzwerk knapp, die nächste Stufe macht Sinn. Rechenzentrum in der Schweiz, Support auf Deutsch.

Für wen welches Paket

Kleines Multisite-Netzwerk (bis fünf Sites, geringer Traffic): Hostpoint Smart oder Infomaniak Web + Mail. Mittleres Netzwerk (fünf bis zwanzig Sites): Hostpoint Smart oder gleich Business, Cyon Hosting, Hosttech L. Grosses Netzwerk (mehr als zwanzig Sites oder hoher Traffic): VPS bei Infomaniak oder Hosttech, oder Managed WordPress Hosting speziell für Multisite.

Pflege und Administration im Netzwerk

Multisite hat einen zentralen Network-Admin, von dem aus du alle Subsites verwaltest. Das spart Zeit, setzt aber Disziplin voraus, damit das Netzwerk nicht aus dem Ruder läuft.

Best Practices

  • Alle Plugins zentral aktualisieren, aber vorher in einer Staging-Umgebung testen.
  • Super-Admin-Zugang auf wenige Personen beschränken.
  • Pro Subsite einen eigenen Admin, der für den Inhalt verantwortlich ist.
  • Regelmässige Backups des gesamten Netzwerks, nicht nur einzelner Sites.
  • Plugins, die mit Multisite nicht kompatibel sind, explizit ausschliessen.
  • Themes, die für Multisite designt sind, bevorzugen. Einige populäre Themes haben Multisite-Probleme.
  • Performance-Monitoring, um frühzeitig zu sehen, wenn eine Subsite zu viel Last erzeugt.

Migration und Abspaltung

Wenn eine Subsite gross wird und eigene Ressourcen braucht, kannst du sie aus dem Multisite-Netzwerk herauslösen und als eigene WordPress-Installation weiterbetreiben. Das geht mit Plugins wie "WP Migrate DB Pro" oder "All-in-One WP Migration", erfordert aber einige Vorsicht.

Mein Fazit, wann Multisite-Hosting sinnvoll ist

WordPress Multisite ist eine solide Lösung für mehrere ähnliche Projekte unter einem Dach. Die Pflege wird einfacher, die Kosten bleiben übersichtlich. Voraussetzung ist ein Hoster, der Multisite versteht und die nötige Infrastruktur bietet.

Meine klaren Empfehlungen: Hostpoint Smart für KMU-Projekte, Cyon für support-orientierte Nutzerinnen, Infomaniak für ökobewusste Projekte mit CDN-Bedarf. Alle drei haben Schweizer Server und bieten genug Ressourcen für ein kleines bis mittleres Multisite-Netzwerk.

Wichtigster Hinweis zum Schluss: Multisite ist kein Einsteiger-Thema. Die Einrichtung erfordert etwas technisches Verständnis, und bei Fehlern sind alle Subsites betroffen. Wenn du unsicher bist, lass dich beim ersten Setup von jemandem unterstützen, der Multisite schon einmal aufgesetzt hat. Danach läuft die Pflege deutlich einfacher als mit separaten Installationen.

Multisite-Hosting finden

Vergleiche Schweizer Hosting-Anbieter, die WordPress Multisite-Netzwerke sauber unterstützen.

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