Eigene Website erstellen — in 60 Minuten online

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger. Kein Vorwissen nötig.

Eigene Website erstellen — in 60 Minuten online
Hostpoint Hostpoint CHF 15.90/Mt.
Cyon Cyon CHF 14.90/Mt.
Infomaniak Infomaniak CHF 10.91/Mt.

Klicke auf deinen Wunsch-Anbieter — die Anleitung passt sich an

205.80 CHF im ersten Jahr · WordPress gratis · SSL gratis

Nach 60 Minuten hast du:

  • Eine eigene Website unter deiner .ch-Adresse
  • Ein professionelles Design das auf jedem Gerät funktioniert
  • Startseite, Über-mich und Kontaktseite mit Formular
  • SSL-Verschlüsselung und automatische Backups
  • Das Wissen, deine Seite selbst zu pflegen und zu erweitern
0 von 7 Schritten erledigt
1 Hosting buchen — die Miete für deine Website ⏱ ca. 5 Minuten

Was ist Hosting überhaupt?

Stell dir vor, deine Website ist wie ein Laden. Das Hosting ist das Gebäude, in dem dein Laden steht. Du mietest einen Platz auf einem Computer in der Schweiz, der rund um die Uhr läuft — damit deine Website immer erreichbar ist, auch nachts und am Wochenende.

Ohne Hosting kann niemand deine Website besuchen. Es ist also der allererste Schritt.

So buchst du dein Hosting

Hosting buchen bei Hostpoint

  1. Öffne deinen Browser (Safari, Chrome, Firefox — egal welchen) und gib in die Adresszeile oben ein: hostpoint.ch/webhosting
  2. Du siehst verschiedene Pakete. Wähle das Paket «Standard» für CHF 15.90 pro Monat. Das reicht für den Anfang locker aus.
  3. Klicke auf den grünen Button «Bestellen».
  4. Fülle das Formular aus: Dein Name, deine Adresse und deine E-Mail-Adresse. Nimm eine E-Mail-Adresse, die du regelmässig prüfst.
  5. Wähle eine Bezahlmethode: Kreditkarte, Twint oder Rechnung — ganz wie du möchtest.
  6. Klicke auf «Bestellung abschliessen».

Geschafft! Du bekommst jetzt eine E-Mail von Hostpoint mit deinen Zugangsdaten. Die brauchst du gleich im nächsten Schritt. Schau auch im Spam-Ordner nach, falls die Mail nicht kommt.

Hosting buchen bei Cyon

  1. Öffne deinen Browser und gib in die Adresszeile oben ein: cyon.ch/hosting/webhosting
  2. Wähle das Paket «Single» für CHF 14.90 pro Monat. Das reicht für den Anfang locker aus.
  3. Klicke auf «Jetzt bestellen».
  4. Fülle das Formular aus: Name, Adresse, E-Mail-Adresse. Nimm eine E-Mail, die du regelmässig prüfst.
  5. Bezahle mit deiner gewünschten Methode.

Super! Du bekommst jetzt eine E-Mail von Cyon mit deinen Zugangsdaten. Die brauchst du gleich. Schau auch im Spam-Ordner nach.

Hosting buchen bei Infomaniak

  1. Öffne deinen Browser und gib in die Adresszeile oben ein: infomaniak.com
  2. Klicke oben im Menü auf «Webhosting».
  3. Wähle das Paket «Webhosting» für CHF 10.91 pro Monat — das günstigste der drei Anbieter.
  4. Klicke auf «Bestellen» und fülle das Formular aus: Name, Adresse, E-Mail.
  5. Bezahle mit deiner gewünschten Methode.

Perfekt! Du bekommst eine E-Mail von Infomaniak mit deinen Zugangsdaten. Die brauchst du gleich. Schau auch im Spam-Ordner nach.

Wichtig: Schreib dir dein Passwort auf! Am besten auf einen Zettel und ab damit in eine Schublade. Du brauchst es immer wieder. Klingt altmodisch, funktioniert aber am besten.
2 Deine Internet-Adresse wählen ⏱ ca. 5 Minuten

Was ist eine Domain?

Die Domain ist die Adresse deiner Website — wie eine Postadresse, damit Leute dich im Internet finden. Wenn jemand maler-mueller.ch oder blumen-luzern.ch in den Browser tippt, landet er auf deiner Seite.

Eine .ch-Domain kostet je nach Anbieter zwischen CHF 8.50 und CHF 15 pro Jahr. Das ist weniger als ein Kaffee pro Monat.

Tipps für eine gute Domain

  • Kurz und einfach — je kürzer, desto besser. Deine Kunden sollen sie sich merken können.
  • Keine Umlaute — also keine ä, ö oder ü in der Domain. Schreib stattdessen ae, oe, ue. Umlaute machen technisch Probleme.
  • Verwende .ch — wenn du in der Schweiz tätig bist. Das schafft Vertrauen.
  • Dein Name oder Geschäft — zum Beispiel: schreinerei-huber.ch, yoga-bern.ch oder petra-schneider.ch
  • Bindestriche sind okay — sie machen die Adresse lesbarer: maler-mueller.ch statt malermueller.ch

So bestellst du deine Domain

Das Beste: Du bestellst die Domain direkt bei deinem Hosting-Anbieter. Dann wird sie automatisch mit deinem Hosting verbunden. Du musst nichts Technisches einstellen.

Domain bestellen bei Hostpoint

Hast du die Domain schon beim Bestellen des Hostings angegeben? Dann bist du fertig — weiter zu Schritt 3!

Falls nicht:

  1. Logge dich ein unter hostpoint.ch (oben rechts auf «Login» klicken).
  2. Gehe im Menü links auf «Domains».
  3. Klicke auf «Neue Domain registrieren».
  4. Tippe deinen Wunschnamen ein, zum Beispiel maler-mueller.
  5. Wähle .ch als Endung.
  6. Wenn die Domain frei ist, klicke auf «Registrieren».

Eine .ch-Domain kostet bei Hostpoint ca. CHF 15 pro Jahr.

Domain bestellen bei Cyon

Hast du die Domain schon bei der Bestellung angegeben? Dann bist du fertig — weiter zu Schritt 3!

Falls nicht:

  1. Logge dich ein unter my.cyon.ch.
  2. Klicke auf «Domains» in der Navigation.
  3. Klicke auf «Domain hinzufügen».
  4. Tippe deinen Wunschnamen ein und wähle .ch.
  5. Prüfe ob die Domain frei ist und bestelle sie.

Eine .ch-Domain kostet bei Cyon ca. CHF 15 pro Jahr.

Domain bestellen bei Infomaniak

Hast du die Domain schon bei der Bestellung angegeben? Dann bist du fertig — weiter zu Schritt 3!

Falls nicht:

  1. Logge dich ein unter manager.infomaniak.com.
  2. Klicke im Menü auf «Domain».
  3. Wähle «Eine Domain bestellen».
  4. Gib deinen Wunschnamen ein und wähle .ch.
  5. Folge den Schritten und schliesse die Bestellung ab.

Eine .ch-Domain kostet bei Infomaniak nur ca. CHF 8.50 pro Jahr — ein echtes Schnäppchen.

Gut zu wissen: Keine Sorge — die Domain wird automatisch mit deinem Hosting verbunden. Du musst nichts Technisches machen. Einfach bestellen, fertig.
Domain schon vergeben? Wenn dein Wunschname nicht mehr frei ist, probiere kleine Änderungen: Füge deinen Ort hinzu (maler-mueller-bern.ch) oder verwende einen Bindestrich anders. Lass dich nicht entmutigen — es gibt immer eine gute Lösung.
3 WordPress einrichten — das Programm für deine Seite ⏱ ca. 3 Minuten

Was ist WordPress?

WordPress ist ein Baukastensystem für Websites. Du tippst deinen Text ein, fügst Bilder hinzu, und WordPress macht daraus eine schöne Seite. Kein Programmieren nötig — versprochen.

Über 40% aller Websites weltweit nutzen WordPress. Von kleinen Blogs über Handwerkerbetriebe bis zu grossen Firmen. Es ist das beliebteste System der Welt — und das hat gute Gründe: Es ist einfach, flexibel und sieht professionell aus.

Das Beste: WordPress ist komplett gratis. Du bezahlst nur das Hosting (die Miete aus Schritt 1). WordPress selbst kostet keinen Rappen.

WordPress installieren

Früher musste man WordPress umständlich selbst installieren. Heute geht das bei allen Schweizer Anbietern mit ein paar Klicks. So einfach wie eine App auf dem Handy installieren.

WordPress installieren bei Hostpoint

  1. Öffne hostpoint.ch und klicke oben rechts auf «Login».
  2. Melde dich mit den Zugangsdaten an, die du per E-Mail bekommen hast.
  3. Klicke in der linken Navigation auf «Sites».
  4. Klicke auf «Neue Site erstellen».
  5. Wähle «WordPress» aus der Liste.
  6. Wähle deine Domain aus (die du in Schritt 2 bestellt hast).
  7. Klicke auf «Installieren».
  8. Wähle einen Benutzernamen und ein Passwort für WordPress. Das ist ein neues Passwort — extra für deine Website.

WordPress installieren bei Cyon

  1. Öffne my.cyon.ch in deinem Browser.
  2. Melde dich mit den Zugangsdaten an, die du per E-Mail bekommen hast.
  3. Klicke in der Navigation auf «Apps».
  4. Wähle «WordPress» aus.
  5. Klicke auf «Installieren».
  6. Wähle deine Domain aus, gib einen Benutzernamen ein und wähle ein Passwort.
  7. Klicke auf «Installation starten».

WordPress installieren bei Infomaniak

  1. Öffne manager.infomaniak.com in deinem Browser.
  2. Melde dich mit deinen Zugangsdaten an.
  3. Gehe zu deinem Webhosting (klicke auf den Namen deines Hostings).
  4. Suche den Button «CMS installieren» oder direkt «WordPress».
  5. Folge den Schritten: Wähle deine Domain, einen Benutzernamen und ein Passwort.
  6. Klicke auf «Installieren».
Ganz wichtig: Schreib dir den WordPress-Benutzernamen und das Passwort auf! Das sind andere Zugangsdaten als die von deinem Hosting. Du hast jetzt also zwei Logins: eines für den Hosting-Anbieter und eines für WordPress selbst.

Deine Website zum ersten Mal öffnen

Nach wenigen Sekunden ist WordPress installiert. Jetzt wird es spannend!

  1. Öffne einen neuen Tab in deinem Browser.
  2. Tippe in die Adresszeile: deine-domain.ch/wp-admin (ersetze «deine-domain» durch deine echte Domain).
  3. Melde dich mit deinem WordPress-Benutzernamen und Passwort an.

Du siehst jetzt das Dashboard (die Schaltzentrale) deiner Website. Von hier aus steuerst du alles: Texte schreiben, Bilder hochladen, das Aussehen ändern. Sieht vielleicht erstmal viel aus — aber keine Sorge, du brauchst nur ein paar Bereiche davon.

Profi-Tipp: Stelle als erstes die Sprache auf Deutsch. Gehe dafür auf «Settings» (oder «Einstellungen») → «General» (oder «Allgemein») → bei «Site Language» wähle «Deutsch (Schweiz)» → ganz unten auf «Save Changes» klicken. Jetzt ist alles auf Deutsch.
4 Deiner Website ein schönes Kleid anziehen ⏱ ca. 15 Minuten

Was ist ein Theme?

Ein Theme (sprich: «Siem») bestimmt, wie deine Website aussieht — die Farben, die Schriftarten, wo was steht. Stell es dir vor wie die Einrichtung deines Ladens: Möbel, Wandfarbe, Beleuchtung.

Das Gute: Du kannst das Theme jederzeit wechseln, ohne dass deine Texte und Bilder verloren gehen. Der Inhalt bleibt immer erhalten — nur das Aussehen ändert sich.

Welches Theme nehmen wir?

Es gibt tausende Themes. Damit du nicht stundenlang suchen musst, empfehlen wir dir eines: Kadence.

Warum gerade Kadence?

  • Komplett gratis — du musst nichts bezahlen
  • Sieht professionell aus — deine Website wirkt sofort seriös
  • Einfach zu bedienen — auch ohne Erfahrung
  • Fertige Vorlagen — du musst nicht bei Null anfangen

Kadence installieren — Schritt für Schritt

Diese Schritte sind bei allen Anbietern gleich, weil wir jetzt in WordPress arbeiten.

  1. Du bist im WordPress-Dashboard (der Schaltzentrale). Schaue auf die linke Seite — da ist ein Menü.
  2. Klicke auf «Design». Es öffnet sich ein Untermenü.
  3. Klicke auf «Themes».
  4. Du siehst jetzt die installierten Themes. Klicke oben auf den Button «Theme hinzufügen» (manchmal heisst er auch «Neu hinzufügen»).
  5. Oben rechts siehst du ein Suchfeld. Tippe dort ein: Kadence
  6. Es erscheint das Theme «Kadence» mit einem blauen Vorschaubild. Klicke auf «Installieren».
  7. Warte kurz (ein paar Sekunden). Dann ändert sich der Button zu «Aktivieren». Klicke darauf.

Kadence ist jetzt aktiv! Deine Website hat ein neues Kleid. Aber es wird noch besser.

Eine fertige Vorlage wählen

Kadence bringt schöne, fertige Vorlagen mit. Damit sparst du dir stundenlange Arbeit.

  1. Nach dem Aktivieren erscheint oben ein Hinweis: «Starter Templates installieren» (oder ähnlich). Klicke darauf.
  2. Falls der Hinweis nicht erscheint: Gehe zu «Design»«Kadence»«Starter Templates».
  3. Du siehst jetzt verschiedene fertige Vorlagen. Klicke dich durch und wähle eine, die dir gefällt.
  4. Klicke auf die Vorlage und dann auf «Importieren».
  5. Warte einen Moment — die Vorlage wird eingerichtet.
Tipp zur Vorlagen-Wahl: Such dir eine Vorlage, die ungefähr zu deinem Bereich passt. Bist du Handwerker? Nimm eine mit grossen Bildern. Hast du einen Verein? Nimm eine mit viel Textfläche. Du kannst nachher alles anpassen — die Vorlage ist nur der Startpunkt.

Schau dir deine Website an!

Öffne einen neuen Tab und tippe deine Domain ein (zum Beispiel maler-mueller.ch). Da ist sie — deine eigene Website! Sieht schon richtig professionell aus, oder? Die Texte und Bilder sind noch von der Vorlage. Die tauschen wir in den nächsten Schritten gegen deine eigenen Inhalte aus.

Erste Anpassungen vornehmen

Du willst bestimmt gleich ein paar Dinge ändern. Das geht ganz einfach:

  1. Gehe im WordPress-Menü links auf «Design»«Customizer» (manchmal heisst es «Anpassen»).
  2. Es öffnet sich eine Vorschau deiner Website. Links siehst du Optionen zum Ändern.
  3. Hier kannst du:
    • Farben ändern — passe sie an dein Geschäft an
    • Ein Logo hochladen — falls du schon eines hast
    • Den Titel deiner Website ändern — zum Beispiel «Malerei Müller — Ihr Maler in Bern»
    • Die Schriftart anpassen — wähle eine, die dir gefällt
  4. Probiere ruhig herum — du kannst nichts kaputt machen!
  5. Wenn du zufrieden bist, klicke oben auf «Veröffentlichen».
Keine Panik: Falls dir etwas nicht gefällt, kannst du es jederzeit wieder ändern. Du kannst sogar ein komplett anderes Theme wählen — deine Texte und Bilder bleiben immer erhalten. Es gibt hier kein «falsch». Probiere einfach aus, was dir gefällt.
Profi-Tipp: Hast du schon ein Logo? Falls nicht, ist das kein Problem. Dein Website-Titel wird als Text angezeigt. Ein Logo kannst du jederzeit später hinzufügen. Falls du eines brauchst: Frag bei einer lokalen Grafikerin nach oder nutze einen Online-Dienst wie Canva (gratis).
5 Deine Seite mit Inhalten füllen ⏱ ca. 20 Minuten

Jetzt kommt der spannende Teil. Deine Website hat ein schönes Kleid — jetzt braucht sie Inhalt. Das ist wie einen Laden einrichten: Was sollen die Leute sehen, wenn sie reinkommen? Keine Angst, du brauchst kein Schreibtalent. Ein paar ehrliche Sätze reichen völlig aus.

Deine Startseite erstellen

Die Startseite ist das Erste, was Besucher sehen. Sie sollte sofort zeigen, wer du bist und was du anbietest. Denk dran: Die meisten Besucher entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder weitergehen. Also mach es ihnen leicht.

  1. Klicke im WordPress-Menü links auf „Seiten"„Erstellen".
  2. Gib oben einen Titel ein — zum Beispiel: „Willkommen bei Maler Müller" oder „Schreinerei Huber — Möbel mit Herz".
  3. Jetzt siehst du den Block-Editor. Der Name klingt kompliziert, aber er ist wirklich einfach zu bedienen:
    • Text schreiben: Einfach lostippen — dein Text erscheint automatisch. Genau wie in Word oder einer E-Mail.
    • Überschrift einfügen: Klicke auf das + (das Plus-Zeichen, oben links oder direkt im Text) → wähle „Überschrift". Überschriften helfen den Besuchern, sich auf deiner Seite zurechtzufinden.
    • Bild einfügen: Klicke auf das + → wähle „Bild" → lade ein Bild von deinem Computer hoch oder wähle eines aus der Bibliothek. Das Bild erscheint dann direkt auf deiner Seite.
    • Absätze: Einfach die Enter-Taste drücken, schon hast du einen neuen Absatz. Kurze Absätze sind leichter zu lesen als lange Textblöcke.
  4. Wenn du zufrieden bist, klicke oben rechts auf „Veröffentlichen". WordPress fragt nochmal nach — bestätige mit einem zweiten Klick auf „Veröffentlichen".
💡 Tipp: Du kannst jede Seite später jederzeit ändern. Nichts ist in Stein gemeisselt. Klicke einfach auf „Seiten" → deine Seite → „Bearbeiten". Also keine Angst vor Fehlern — du kannst alles anpassen.

Was gehört auf die Startseite?

  • Wer bist du? In 1–2 Sätzen: Dein Name und was du machst. Zum Beispiel: „Ich bin Anna Müller, selbständige Grafikdesignerin in Bern."
  • Ein schönes Bild — von dir, deinem Geschäft, deiner Arbeit oder deinem Team. Bilder sagen mehr als tausend Worte.
  • Kontakt: Wie man dich erreichen kann — Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Mach es den Leuten so einfach wie möglich.
  • Optional: Öffnungszeiten, dein Standort, eine kurze Liste deiner Angebote.

Über-mich-Seite (oder „Über uns")

Gehe den gleichen Weg: „Seiten"„Erstellen". Gib als Titel „Über mich" oder „Über uns" ein.

Schreib ein paar Sätze über dich. Warum machst du das? Seit wann? Was macht dich besonders? Du musst keinen Roman schreiben — 3 bis 5 Sätze reichen völlig. Schreib so, wie du einem Freund erzählen würdest, was du beruflich machst.

Ein Foto von dir schafft Vertrauen. Menschen kaufen bei Menschen, nicht bei Texten. Es muss kein Profi-Foto sein — ein freundliches, klares Bild reicht aus. Hauptsache, man sieht dein Gesicht.

Kontaktseite

Erstelle eine neue Seite mit dem Titel „Kontakt". Schreib dort rein:

  • Deine Adresse (Strasse, PLZ, Ort)
  • Deine Telefonnummer
  • Deine E-Mail-Adresse
  • Optional: Deine Öffnungszeiten oder wann du am besten erreichbar bist

Das Kontaktformular richten wir gleich im nächsten Schritt ein. Damit können dir Besucher direkt über die Website schreiben, ohne dass sie ihr E-Mail-Programm öffnen müssen.

Menü erstellen — damit Besucher sich zurechtfinden

Deine Seiten existieren jetzt — super! Aber die Besucher sehen sie noch nicht. Du brauchst ein Menü. Das ist die Leiste oben auf deiner Website, über die man zwischen den Seiten wechselt. Du kennst das von jeder Website: „Startseite", „Über uns", „Kontakt" — diese Wörter oben.

  1. Gehe zu „Design"„Menüs".
    (Bei neueren Themes findest du es unter „Design" → „Editor" → „Navigation". Falls du es nicht findest, probiere beide Wege.)
  2. Klicke auf „Neues Menü erstellen" und gib als Name „Hauptmenü" ein.
  3. Links siehst du eine Liste deiner Seiten. Setze ein Häkchen bei Startseite, Über mich und Kontakt → klicke auf „Zum Menü hinzufügen".
  4. Du kannst die Reihenfolge ändern, indem du die Einträge mit der Maus nach oben oder unten ziehst.
  5. Unten bei „Position" wähle „Hauptnavigation" (oder „Primary Menu" — je nach Theme heisst es unterschiedlich).
  6. Klicke auf „Menü speichern".

Schau dir deine Seite jetzt nochmal an — klicke oben auf den Namen deiner Website. Oben solltest du ein Menü sehen, über das man zu deinen Seiten kommt. Wenn das klappt: Gratulation, das sieht schon nach einer richtigen Website aus!

Bilder — woher nehmen?

Gute Bilder machen einen riesigen Unterschied. Eine Website mit schönen Bildern wirkt sofort professioneller. Hier bekommst du professionelle Bilder, komplett kostenlos und legal:

  • unsplash.com — riesige Auswahl an hochwertigen Fotos, keine Anmeldung nötig
  • pexels.com — ebenfalls kostenlos und in toller Qualität

So geht's: Öffne eine der Seiten, suche nach einem Begriff (zum Beispiel „Holzarbeit" oder „Büro"), lade das Bild herunter, und lade es dann in WordPress hoch. Einfacher geht es nicht.

Aber: Eigene Fotos sind immer besser als Stockfotos! Wenn du ein gutes Foto von deiner Arbeit, deinem Laden oder deinem Team hast — nimm das. Das wirkt echter und persönlicher.

💡 Tipp zur Bildgrösse: Verwende nicht zu grosse Bilder. Wenn ein Bild 5 MB gross ist, lädt deine Seite langsam — und Besucher springen ab. Bilder unter 500 KB sind ideal. Falls ein Bild zu gross ist: Lade es auf tinypng.com hoch. Dort wird es automatisch kleiner gemacht, ohne dass es schlechter aussieht. Kostenlos und ohne Anmeldung.

Startseite als Startseite festlegen

Das klingt seltsam, aber: Standardmässig zeigt WordPress eine Liste von Blog-Beiträgen auf der Startseite. Das ist für einen Blog praktisch, aber für eine Geschäfts-Website nicht ideal. Wir wollen, dass Besucher deine schöne Startseite sehen — nicht eine leere Blog-Liste.

  1. Gehe zu „Einstellungen"„Lesen".
  2. Wähle „Eine statische Seite" (statt „Deine letzten Beiträge").
  3. Bei „Startseite" wähle aus dem Dropdown die Seite aus, die du vorhin erstellt hast.
  4. Klicke auf „Änderungen speichern".

Ab jetzt sehen Besucher als Erstes deine selbst gestaltete Startseite — genau so, wie es sein soll. Ruf deine Website nochmal auf und überprüfe es.

6 Drei kleine Helfer installieren ⏱ ca. 5 Minuten

In WordPress gibt es kleine Zusatz-Programme — Plugins genannt. Die erweitern deine Website um neue Funktionen. Stell dir das vor wie Apps auf deinem Handy: Du installierst nur, was du wirklich brauchst. Und genau wie beim Handy gilt: weniger ist mehr.

Für den Anfang brauchst du genau drei Plugins. Nicht mehr, nicht weniger. Jedes davon erfüllt eine wichtige Aufgabe:

1. Kontaktformular — damit dir Leute schreiben können

Warum ein Formular und nicht einfach deine E-Mail-Adresse auf die Seite schreiben? Weil E-Mail-Adressen auf Websites von sogenannten Spam-Robotern eingesammelt werden. Das sind automatische Programme, die das Internet nach E-Mail-Adressen durchsuchen — und dir dann massenhaft Werbung schicken. Mit einem Kontaktformular passiert das nicht, und für deine Besucher ist es bequemer.

  1. Klicke links auf „Plugins"„Installieren".
  2. Tippe oben rechts in das Suchfeld: WPForms.
  3. Du siehst mehrere Ergebnisse. Suche nach „WPForms Lite" (das ist die kostenlose Version) und klicke auf „Jetzt installieren".
  4. Warte ein paar Sekunden, dann klicke auf „Aktivieren". Das Plugin ist jetzt aktiv.
  5. In der linken Leiste erscheint jetzt ein neuer Punkt: „WPForms". Klicke darauf → „Neues Formular erstellen".
  6. Wähle die Vorlage „Einfaches Kontaktformular". Das Formular hat bereits Felder für Name, E-Mail und Nachricht — perfekt.
  7. Klicke auf „Speichern" (oben rechts).
  8. Gehe jetzt zu deiner Kontaktseite: Klicke auf „Seiten" → finde „Kontakt" → klicke auf „Bearbeiten".
  9. Klicke auf das + (Plus-Zeichen), suche den Block „WPForms" und wähle dein gerade erstelltes Formular aus.
  10. Klicke oben auf „Aktualisieren".

Fertig! Besucher können dir jetzt direkt über die Website schreiben. Die Nachrichten landen in deinem E-Mail-Postfach.

2. Sicherheit — wie ein Türschloss für deine Website

Im Internet gibt es leider auch Einbrecher. Nicht solche, die bei dir einsteigen — sondern Programme, die automatisch versuchen, sich in tausende Websites gleichzeitig einzuloggen. Wenn dein Passwort „123456" wäre, hätten sie leichtes Spiel. Dieses Plugin schützt dich davor — automatisch und im Hintergrund.

  1. Gehe zu „Plugins"„Installieren".
  2. Suche nach Wordfence.
  3. Klicke auf „Jetzt installieren" und dann auf „Aktivieren".
  4. Wordfence fragt dich nach einer E-Mail-Adresse — gib deine ein. Falls dort gefragt wird, ob du der Lizenz zustimmst: Häkchen setzen und bestätigen.

Das war's schon. Den Rest macht Wordfence automatisch. Es läuft still im Hintergrund, blockiert verdächtige Login-Versuche und hält die Bösen draussen. Du musst dich um nichts weiter kümmern.

3. Datensicherung — falls mal was schiefgeht

Stell dir vor, du löschst aus Versehen deine ganze Startseite. Oder ein WordPress-Update geht schief und plötzlich sieht alles anders aus. Ohne Sicherungskopie wäre das ein grosses Problem. Mit einem Backup (so heisst die Sicherungskopie auf Englisch) kannst du alles mit einem Klick wiederherstellen — so, als wäre nichts passiert.

  1. Gehe zu „Plugins"„Installieren".
  2. Suche nach UpdraftPlus.
  3. Klicke auf „Jetzt installieren" und dann auf „Aktivieren".
  4. Gehe zu „Einstellungen"„UpdraftPlus Backups".
  5. Klicke auf den grossen blauen Button „Jetzt sichern". Deine erste Sicherungskopie wird erstellt. Das dauert nur wenige Sekunden.

Am besten stellst du noch ein, dass jede Woche automatisch gesichert wird. Scrolle dafür runter zu den Einstellungen und wähle bei „Zeitplan für Dateisicherung" die Option „Wöchentlich". So bist du immer auf der sicheren Seite, ohne dass du daran denken musst.

⚠️ Wichtig — nicht übertreiben: Installiere nicht zu viele Plugins. Jedes Plugin macht deine Seite ein kleines bisschen langsamer und kann ein Sicherheitsrisiko sein, wenn es nicht aktualisiert wird. 5 bis 10 Plugins sind völlig normal. Bei 30 Plugins wird es problematisch. Die Faustregel: Installiere nur, was du wirklich brauchst — und lösche Plugins, die du nicht mehr verwendest.
7 Letzte Checks — und dann bist du live! ⏱ ca. 5 Minuten

Fast geschafft! Noch ein paar kleine Dinge, dann ist deine Website bereit für die Welt. Das hier ist wie der letzte Blick in den Spiegel, bevor du aus dem Haus gehst. Wir gehen eine kurze Checkliste durch — dann kannst du stolz auf dein Werk sein.

SSL prüfen — das Schloss-Symbol im Browser

Öffne deine Website im Browser und schau in die Adresszeile — dort, wo die Internetadresse steht. Vor deiner Domain sollte ein kleines Schloss-Symbol 🔒 sein und die Adresse mit „https://" beginnen (nicht nur „http://").

Was bedeutet das? Das „s" in „https" steht für „sicher". Es heisst, dass die Verbindung zwischen dem Browser deines Besuchers und deiner Website verschlüsselt ist. Das ist heute Standard — und Google bevorzugt Websites mit diesem Schloss auch in den Suchergebnissen.

Die gute Nachricht: Alle drei von uns empfohlenen Schweizer Hoster — Hostpoint, Infomaniak und Cyon — aktivieren das SSL-Zertifikat automatisch. Du musst normalerweise gar nichts tun.

Falls das Schloss fehlt oder du eine Warnung siehst: Keine Panik. Kontaktiere den Support deines Hosters. Die helfen dir in 5 Minuten. Das gehört zu deren täglicher Arbeit, und alle drei haben einen ausgezeichneten Kundendienst.

Impressum und Datenschutz — in der Schweiz Pflicht

Jede Website in der Schweiz braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Klingt bürokratisch, ist aber in 10 Minuten erledigt. Und es schützt dich vor möglichen Abmahnungen.

Impressum — was muss rein?

Das Impressum zeigt den Besuchern, wer hinter der Website steckt. Folgendes gehört hinein:

  • Dein vollständiger Name (Vor- und Nachname)
  • Deine Adresse (Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort)
  • Deine E-Mail-Adresse
  • Falls du eine Firma hast: Firmenname und UID-Nummer (die findest du auf uid.admin.ch)

Erstelle eine neue Seite mit dem Titel „Impressum" und schreib diese Angaben rein. Kein Fliesstext nötig — eine einfache Auflistung reicht völlig.

Datenschutzerklärung

Die Datenschutzerklärung informiert deine Besucher darüber, welche Daten du sammelst — zum Beispiel über das Kontaktformular. WordPress hat dafür bereits eine Vorlage eingebaut. Du musst sie nur noch anpassen:

  1. Gehe zu „Einstellungen"„Datenschutz".
  2. Klicke auf „Erstelle eine neue Datenschutzerklärung-Seite".
  3. WordPress erstellt eine Seite mit einem Vorlagentext. Lies ihn durch und passe ihn an deine Situation an. Zum Beispiel: Du sammelst Daten über dein Kontaktformular (Name, E-Mail, Nachricht). Falls du keine Analyse-Tools wie Google Analytics verwendest, kannst du diesen Abschnitt entfernen.
💡 Tipp: Füge sowohl das Impressum als auch die Datenschutzerklärung in den Footer (die Fusszeile ganz unten) deiner Website ein — nicht ins Hauptmenü oben. Das ist bei fast allen Websites so üblich und hält dein Hauptmenü schön übersichtlich. So geht's: Gehe zu „Design" → „Menüs", erstelle ein zweites Menü (z.B. „Footer-Menü"), füge Impressum und Datenschutz hinzu, und weise es der Position „Footer" oder „Fusszeile" zu.

Mobile Check — wie sieht deine Seite auf dem Handy aus?

Dieser Schritt ist wichtiger, als du vielleicht denkst: Mehr als die Hälfte aller Website-Besucher kommen heute mit dem Handy. Bei manchen Branchen sind es sogar über 70 Prozent. Wenn deine Website auf dem Handy schlecht aussieht, verlierst du die Hälfte deiner Besucher.

Nimm jetzt dein Handy und öffne deine Website. Tippe einfach deine Domain in den Browser ein. Prüfe folgende Dinge:

  • Sieht alles gut aus? Sind Texte lesbar und Bilder nicht abgeschnitten?
  • Kann man den Text bequem lesen, ohne hineinzuzoomen?
  • Funktioniert das Menü? Auf dem Handy wird es meistens zu einem kleinen Symbol mit drei Strichen ☰ zusammengeklappt. Tippe darauf — es sollte sich öffnen.
  • Kann man das Kontaktformular problemlos ausfüllen und absenden?
  • Lädt die Seite schnell oder muss man lange warten?

Falls etwas komisch aussieht: Keine Sorge, das lässt sich beheben. Alle modernen WordPress-Themes passen sich automatisch an verschiedene Bildschirmgrössen an. Falls trotzdem etwas nicht stimmt, probiere unter „Design" → „Customizer" (oder „Anpassen") die mobile Vorschau aus — dort gibt es unten kleine Symbole für Desktop, Tablet und Handy.

Jemanden testen lassen

Du hast jetzt stundenlang auf deine Website geschaut. Da wird man betriebsblind — man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Deshalb ist es Gold wert, jemand anderen draufschauen zu lassen.

Schick den Link an eine Freundin, einen Kollegen, einen Nachbarn oder jemanden aus der Familie. Bitte die Person, ehrlich zu antworten — Höflichkeit hilft dir hier nicht weiter:

  • Findest du sofort heraus, worum es auf der Seite geht?
  • Ist klar, was ich anbiete?
  • Kannst du mich einfach kontaktieren?
  • Sieht irgendetwas komisch, kaputt oder unprofessionell aus?
  • Funktioniert alles auf deinem Handy?

Fremde Augen sehen Dinge, die du übersiehst. Vielleicht ist ein Tippfehler drin, ein Bild zu dunkel oder eine Information fehlt. Nimm das Feedback ernst — es macht deine Seite besser. Und keine Sorge: Alles lässt sich im Nachhinein anpassen.

🎉 Herzlichen Glückwunsch — deine eigene Website ist online!

Halt kurz inne und lass das sacken: Du hast gerade deine eigene Website gebaut. Ganz alleine. Ohne Agentur, ohne Programmierkenntnisse, ohne tausende Franken auszugeben.

Was du gerade geschafft hast, dafür verlangen manche Agenturen 2'000 bis 5'000 Franken. Du hast es selbst gemacht, in ungefähr einer Stunde, für ein paar Franken im Monat. Darauf kannst du wirklich stolz sein.

Und jetzt? Deine nächsten Schritte

Deine Website steht — aber sie darf wachsen. Hier sind ein paar Ideen, was du als Nächstes tun kannst:

  • Erzähl davon: Sag deinen Freunden, Bekannten und Kunden, dass du jetzt eine Website hast. Viele werden beeindruckt sein.
  • Teile den Link: Poste deine Website auf Social Media — Facebook, Instagram, LinkedIn. Je mehr Leute davon erfahren, desto besser.
  • Füge Inhalte hinzu: Eine Website darf wachsen. Vielleicht eine Seite mit deinen Arbeiten? Referenzen von zufriedenen Kunden? Ein paar Fotos mehr?
  • Bleib aktuell: Schau alle paar Wochen mal rein. Stimmen die Öffnungszeiten noch? Die Telefonnummer? Veraltete Informationen wirken unprofessionell.
  • Updates machen: WordPress zeigt dir an, wenn es Updates gibt (kleine rote Zahlen im Menü). Klicke regelmässig auf „Dashboard" → „Aktualisierungen" und führe sie durch. Das schliesst Sicherheitslücken.
  • Backups prüfen: Stelle sicher, dass UpdraftPlus wöchentlich automatisch sichert. So bist du auf der sicheren Seite.

Hosting-Anbieter vergleichen

Noch nicht sicher welcher Anbieter? Vergleiche alle Schweizer Hoster.

Zum Vergleich

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