.htaccess

.htaccess – Der Türsteher.htaccessprüft jeden AufrufWeiterleitung301 RedirectZugriff blockierenIP-Sperre, PasswortCache aktivierenBilder, CSS, JSApache Server

Die .htaccess-Datei ist so etwas wie der Türsteher deines Webservers. Sie steht im Hauptverzeichnis deiner Website und bestimmt, was passiert, bevor eine Seite angezeigt wird: Wer darf rein? Wohin wird weitergeleitet? Wie lange werden Dateien gecacht?

Was macht die .htaccess?

Die .htaccess-Datei ist eine Konfigurationsdatei für den Apache-Webserver – und Apache ist der am weitesten verbreitete Webserver bei Schweizer Hosting-Anbietern wie Cyon, Hostpoint oder Webland. Jede Anweisung in dieser Datei wird bei jedem Seitenaufruf ausgewertet.

Die häufigsten Einsatzzwecke

1. Weiterleitungen (Redirects)

Du hast eine Seite umgezogen? Mit einer 301-Weiterleitung sagst du Browsern und Google: «Diese Seite ist dauerhaft umgezogen.» Das ist wichtig für SEO, damit du keine Rankings verlierst.

2. Zugriff blockieren

Du kannst bestimmte IP-Adressen aussperren, ganze Verzeichnisse mit einem Passwort schützen oder den Zugriff auf sensible Dateien wie wp-config.php verbieten. Gerade bei WordPress-Seiten ist das ein wichtiger Sicherheitstipp.

3. Caching aktivieren

Bilder, CSS und JavaScript müssen nicht bei jedem Besuch neu geladen werden. Mit Browser-Caching-Regeln in der .htaccess sagst du dem Browser: «Speichere diese Datei 30 Tage lang.» Das macht deine Website spürbar schneller.

4. HTTPS erzwingen

Du hast ein SSL-Zertifikat? Dann solltest du in der .htaccess dafür sorgen, dass alle HTTP-Aufrufe automatisch auf HTTPS umgeleitet werden. So sind alle Verbindungen verschlüsselt.

Wichtig zu wissen

Die .htaccess beginnt mit einem Punkt – das macht sie auf Mac und Linux unsichtbar. In deinem FTP-Programm musst du «versteckte Dateien anzeigen» aktivieren, sonst siehst du sie nicht.

Achtung: Ein kleiner Tippfehler in der .htaccess kann deine gesamte Website lahmlegen (Error 500). Mach immer eine Sicherungskopie, bevor du etwas änderst. Falls etwas schiefgeht, löschst du einfach die fehlerhafte .htaccess per FTP – und alles läuft wieder.

Falls dein Hoster auf Nginx statt Apache setzt (z.B. bei VPS-Angeboten), funktioniert .htaccess nicht. Die Konfiguration erfolgt dort direkt in der Server-Konfiguration.

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Häufige Fragen

Warum sehe ich die .htaccess-Datei nicht?
Dateien, die mit einem Punkt beginnen, sind unter Mac, Linux und in vielen FTP-Programmen standardmässig versteckt. Aktiviere in deinem FTP-Client die Anzeige versteckter Dateien.
Kann ich mit .htaccess meine Website kaputt machen?
Ja, ein Syntaxfehler führt sofort zu einem Error 500. Mach deshalb immer ein Backup der Datei, bevor du sie bearbeitest. Im Notfall löschst du die Datei per FTP.
Funktioniert .htaccess bei jedem Hoster?
Die .htaccess funktioniert nur auf Apache-Webservern. Die meisten Schweizer Shared-Hosting-Angebote nutzen Apache. Bei Nginx (oft bei VPS) gibt es eine andere Konfiguration.

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