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Website Kosten Schweiz — was kostet eine Website wirklich?

Realistische Kostenaufstellung für Domain, Hosting, Design und Betrieb

Website Kosten Schweiz — was kostet eine Website wirklich?

Website Kosten Schweiz — was kostet eine Website wirklich?

Frag fünf Leute, was eine Website kostet, und du bekommst sieben verschiedene Antworten. Der eine hat für seine Firmensite CHF 15'000 bezahlt, die Nachbarin hat ihren Blog für CHF 50 im Jahr am Laufen, und der Cousin behauptet, er macht das alles gratis mit WordPress. Wer hat recht? Alle — irgendwie. Die Kosten hängen davon ab, was du brauchst, wie du es umsetzt, und wo du die Grenze zwischen Eigenleistung und bezahlter Hilfe ziehst.

Ich breche das Ganze mal auf die einzelnen Posten runter. Keine geschönten Zahlen, keine Marketing-Versprechen — sondern das, was du 2026 in der Schweiz tatsächlich bezahlst.

Die Einzelposten: was kostet was?

Domain: CHF 10–20 pro Jahr

Ohne Domain keine Website. Eine .ch-Domain kostet bei den meisten Schweizer Hostern zwischen CHF 10 und 15 pro Jahr. Bei manchen ist die erste Domain im Hosting-Paket inbegriffen — prüf das, bevor du separat eine kaufst.

Eine .com-Domain liegt im gleichen Preisbereich. Exotische Endungen wie .shop oder .tech können mehr kosten, sind aber für die meisten Projekte unnötig. Nimm .ch, wenn du in der Schweiz tätig bist. Das signalisiert Vertrauen und hilft bei der lokalen Suchmaschinenoptimierung.

Mein Tipp: registriere deine Domain beim gleichen Anbieter wie dein Hosting. Das spart Konfigurationsaufwand und du hast alles an einem Ort.

Webhosting: CHF 5–30 pro Monat

Das Hosting ist die laufende Miete für deine Website. Hier liegen die Preise in der Schweiz zwischen knapp CHF 5 und CHF 30 im Monat, je nach Anbieter und Paket. Ein paar konkrete Beispiele:

  • Webkeeper: ab CHF 4.90/Mt — das absolute Minimum, taugt für eine einfache Website
  • Hoststar: ab CHF 5.40/Mt — 50 GB SSD, unbegrenzt Domains
  • Green.ch: ab CHF 6.45/Mt — 100 GB SSD, Swisscom-Tochter
  • Cyon: ab CHF 14.90/Mt — Premium-Hosting mit Top-Support und SSH
  • Hostpoint: ab CHF 15.90/Mt — der grösste Schweizer Hoster

Für die meisten privaten Websites und kleine Firmenseiten reicht ein Paket zwischen CHF 5 und 15. Wer einen Online-Shop betreiben will oder viel Traffic erwartet, sollte eher CHF 15–30 einplanen. Finger weg von ausländischen Billig-Hostern für CHF 1/Monat — die Performance ist miserabel, der Support nicht existent, und deine Daten liegen irgendwo in den USA.

SSL-Zertifikat: CHF 0

Die gute Nachricht: SSL kostet bei allen Schweizer Hostern nichts mehr. Let's Encrypt hat dafür gesorgt, dass verschlüsselte Verbindungen Standard sind. Dein Hoster installiert das Zertifikat automatisch, du musst nichts tun. Falls dir ein Hoster für ein SSL-Zertifikat Geld abknöpfen will — wechsle den Hoster.

WordPress: CHF 0

WordPress selbst ist kostenlos. Open Source, keine Lizenzgebühren, keine versteckten Kosten. Du installierst es per 1-Click-Installer (bieten alle Schweizer Hoster an) und hast in 5 Minuten eine funktionierende Website.

Die Kosten stecken woanders: im Theme und in den Plugins.

WordPress-Theme: CHF 0–60 (einmalig)

Es gibt tausende kostenlose WordPress-Themes, und viele davon sind völlig brauchbar. Astra, GeneratePress, Flavor — alles gute Optionen für den Anfang. Wer mehr Gestaltungsmöglichkeiten will, kauft ein Premium-Theme für CHF 40–60. Das ist eine einmalige Ausgabe, und die meisten Themes bringen Updates und Support für mindestens ein Jahr mit.

Mein Rat: starte mit einem kostenlosen Theme. Wenn du merkst, dass dir Features fehlen, kannst du immer noch upgraden. Die Zeiten, in denen man ohne Premium-Theme keine anständige Website hinbekam, sind definitiv vorbei.

Plugins: CHF 0–200 pro Jahr

Hier wird es tricky. WordPress lebt von Plugins, und die meisten gibt es gratis. Kontaktformular? WPForms Lite, kostet nichts. SEO? Yoast oder Rank Math, Basisversion gratis. Sicherheit? Wordfence, gratis.

Aber: manche Plugins machen nur in der Pro-Version wirklich Sinn. Ein vernünftiges Backup-Plugin wie UpdraftPlus Pro kostet rund CHF 70/Jahr. Ein Page-Builder wie Elementor Pro liegt bei CHF 50/Jahr. Und wer WooCommerce für einen Shop nutzt, braucht oft 2–3 kostenpflichtige Erweiterungen.

Für eine einfache Website brauchst du null kostenpflichtige Plugins. Für einen Shop oder eine komplexere Seite rechne mit CHF 100–200 pro Jahr.

Selbst machen vs. Agentur beauftragen

Variante 1: Selbst machen (CHF 0 für die Erstellung)

Mit WordPress und einem guten Theme kann heute jeder eine anständige Website bauen. Wirklich jeder. Du brauchst kein Programmier-Wissen, keine Design-Ausbildung, keine technischen Vorkenntnisse. Ein freies Wochenende, ein YouTube-Tutorial, und du hast eine funktionierende Seite.

Kostet das nichts? Doch — es kostet Zeit. Rechne mit 10–30 Stunden für eine einfache Website, wenn du noch nie mit WordPress gearbeitet hast. Für einen Online-Shop eher 40–80 Stunden. Die Frage ist: was ist deine Zeit wert?

Variante 2: Homepage-Baukasten (CHF 10–30/Mt)

Squarespace, Wix, Jimdo — oder die Baukästen der Schweizer Hoster. Noch einfacher als WordPress, dafür weniger flexibel. Du zahlst eine monatliche Gebühr, die Hosting und Tools einschliesst. Für eine simple Visitenkarten-Website oder einen kleinen Blog völlig ausreichend.

Der Haken: du bist an den Anbieter gebunden. Bei WordPress kannst du jederzeit den Hoster wechseln. Bei einem Baukasten steckst du fest. Und die monatlichen Kosten summieren sich über die Jahre — nach 3 Jahren hast du oft mehr bezahlt als für eine WordPress-Seite mit eigenem Hosting.

Mehr dazu in unserem Homepage-Baukasten Vergleich.

Variante 3: Webdesign-Agentur (CHF 3'000–15'000+)

Hier gehen die Kosten richtig los. Eine professionelle Agentur in der Schweiz verlangt für eine KMU-Website typischerweise zwischen CHF 3'000 und 8'000. Eine einfache Seite mit 5 Unterseiten, Kontaktformular und responsive Design — mehr nicht.

Wird es komplexer — Mehrsprachigkeit, Shop-Integration, individuelles Design, CRM-Anbindung — reden wir schnell von CHF 10'000 bis 15'000 oder mehr. Grosse Firmenwebsites mit speziellen Anforderungen können auch CHF 30'000+ kosten. Das klingt viel, aber eine gute Agentur liefert eben nicht nur ein hübsches Design, sondern auch Strategie, SEO-Grundlagen, Performance-Optimierung und eine saubere technische Basis.

Vorsicht bei Agenturen, die alles für CHF 500 versprechen. Was du da bekommst, ist meistens ein fertiges Template mit deinem Logo drauf — das kannst du für CHF 0 selber.

Laufende Kosten: was kommt jeden Monat und jedes Jahr

Die Website steht. Aber kostenlos wird sie nicht bleiben. Diese Posten fallen regelmässig an:

  • Hosting: CHF 60–360 pro Jahr (je nach Anbieter und Paket)
  • Domain: CHF 10–20 pro Jahr
  • Premium-Plugins: CHF 0–200 pro Jahr (je nach Bedarf)
  • Updates und Wartung: CHF 0 wenn du es selbst machst, CHF 50–150/Mt bei einer Agentur
  • Backups: CHF 0 (die meisten Hoster bieten automatische Backups)

WordPress-Updates solltest du regelmässig einspielen — mindestens einmal im Monat. Das dauert 10 Minuten und kostet nichts, ausser du lässt es eine Agentur machen. Sicherheitsupdates bitte sofort einspielen, nicht nächste Woche.

Versteckte Kosten, die niemand erwähnt

E-Mail

Bei den meisten Schweizer Hostern sind E-Mail-Konten im Hosting-Paket dabei. Aber: wenn du professionelle E-Mail mit grossem Speicher willst, kann das kosten. Google Workspace liegt bei CHF 6/Nutzer/Monat, Microsoft 365 ähnlich. Für eine Einzelperson kein Thema, für ein Team mit 10 Leuten sind das CHF 720 im Jahr.

Bilder und Stockfotos

Gute Bilder machen den Unterschied. Eigene Fotos sind gratis, Stockfotos kosten zwischen CHF 1 und 50 pro Bild. Ein Abo bei Shutterstock oder Adobe Stock liegt bei CHF 30–50 pro Monat. Tipp: Unsplash und Pexels bieten hochwertige Gratisbilder, die für die meisten Projekte reichen.

SEO und Marketing

Die schönste Website bringt nichts, wenn sie keiner findet. SEO kannst du selbst lernen und umsetzen — Yoast und ein paar Blogposts kosten nichts. Wenn du eine Agentur für SEO engagierst, rechne mit CHF 500–3'000 pro Monat. Google Ads? Ab CHF 300/Monat aufwärts, je nach Branche und Konkurrenz.

Rechtliches

Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner — braucht man alles. Selber machen mit einem Generator ist gratis, aber nicht ganz ohne Risiko. Ein Anwalt für eine rechtssichere Datenschutzerklärung nach nDSG verlangt CHF 300–800. Für einen Online-Shop mit AGB eher CHF 1'000–2'000.

Drei realistische Preisbeispiele

Minimal: Blog oder Vereinswebsite — CHF 100–150 pro Jahr

  • Domain .ch: CHF 15/Jahr
  • Hosting (Hoststar oder Green.ch): CHF 65–78/Jahr
  • WordPress + kostenloses Theme: CHF 0
  • SSL: CHF 0
  • Plugins: alle kostenlos
  • Total: rund CHF 80–93/Jahr laufend

Dazu kommt der eigene Zeitaufwand für Erstellung und Pflege. Aber rein finanziell bist du mit unter CHF 100 pro Jahr dabei. Das ist weniger als eine einzige Vereinsmitgliedschaft.

Standard: KMU-Website — CHF 200–500 pro Jahr

  • Domain .ch: CHF 15/Jahr
  • Hosting (Cyon oder Infomaniak): CHF 130–180/Jahr
  • WordPress + Premium-Theme: CHF 50 (einmalig)
  • SSL: CHF 0
  • 2–3 Premium-Plugins: CHF 100–150/Jahr
  • Stockfotos: CHF 50–100 (einmalig)
  • Total: rund CHF 250–350/Jahr laufend + einmalige Kosten

Wenn du die Website selbst baust, kommst du mit CHF 300–400 im ersten Jahr hin. Bei einer Agentur kommen CHF 3'000–8'000 für die Erstellung dazu — dafür sparst du 20–40 Stunden eigene Arbeit und bekommst ein professionelleres Ergebnis.

Professionell: Online-Shop — CHF 500–2'000 pro Jahr + Agenturkosten

  • Domain .ch: CHF 15/Jahr
  • Hosting (Cyon oder Hostpoint, grösseres Paket): CHF 200–360/Jahr
  • WordPress + WooCommerce: CHF 0
  • Premium-Theme mit Shop-Funktion: CHF 60 (einmalig)
  • WooCommerce-Erweiterungen: CHF 200–500/Jahr
  • Payment-Gateway (Stripe/Payrexx): Transaktionsgebühren
  • SSL: CHF 0
  • Rechtliche Absicherung (AGB, DSE): CHF 1'000–2'000 (einmalig)
  • Agentur für Erstellung: CHF 5'000–15'000+ (einmalig)
  • Total laufend: CHF 500–900/Jahr + Transaktionsgebühren

Ein Online-Shop ist ein anderes Kaliber. Hier kommen neben den technischen Kosten auch rechtliche Anforderungen dazu. Und die Wartung ist aufwändiger — Produktbilder, Bestandsverwaltung, Kundenanfragen. Wer ernsthaft online verkaufen will, sollte die Erstellung einer Agentur überlassen und für die Pflege mindestens 5 Stunden pro Woche einplanen.

Wo man sparen kann — und wo nicht

Hier lohnt sich sparen

  • Theme: Kostenlose Themes sind 2026 richtig gut. Premium brauchst du nur für spezielle Anforderungen.
  • Plugins: Für 90% aller Websites reichen die kostenlosen Versionen. Erst upgraden, wenn du die Pro-Features wirklich brauchst.
  • Stockfotos: Unsplash, Pexels, Pixabay — kostenlos und hochwertig. Eigene Smartphone-Fotos sind eh authentischer.
  • Hosting beim richtigen Anbieter: Den günstigsten Schweizer Hoster zu wählen spart über 3 Jahre schnell CHF 200–300 gegenüber einem überteuerten Paket.

Hier besser nicht sparen

  • Hosting-Qualität: Der Unterschied zwischen CHF 5 und CHF 15 im Monat sind CHF 120 im Jahr. Der Unterschied in Performance und Support kann dich aber Kunden kosten. Nimm einen guten Hoster — den aktuellen Webhosting-Vergleich findest du hier.
  • Sicherheit: Automatische Backups und regelmässige Updates sind Pflicht. Wenn deine Website gehackt wird, wird es teuer.
  • Rechtliches: Eine fehlerhafte Datenschutzerklärung oder fehlende AGB im Shop können richtig ins Geld gehen. Abmahnungen in der Schweiz sind zwar seltener als in Deutschland, aber das nDSG hat Zähne.
  • Performance: Langsame Seiten vergraulen Besucher und werden von Google abgestraft. Ein paar Franken mehr fürs Hosting zahlen sich durch bessere Rankings aus.

Die ehrliche Antwort auf die Kostenfrage

Eine einfache Website kostet in der Schweiz unter CHF 100 im Jahr. Punkt. Domain plus Hosting, dazu WordPress mit einem kostenlosen Theme — fertig. Wer das selber macht, zahlt fast nichts ausser seiner Zeit.

Eine professionelle KMU-Website liegt bei CHF 300–500 pro Jahr an laufenden Kosten, plus einmalig CHF 3'000–8'000, wenn eine Agentur sie baut. Ein Online-Shop startet bei CHF 5'000 für die Erstellung und kostet CHF 500–2'000 im Jahr im Betrieb.

Die grösste Kostenfalle ist nicht das Hosting oder die Domain — es ist der Scope Creep. Du fängst mit einer einfachen Website an, dann brauchst du doch noch einen Newsletter, dann ein Buchungssystem, dann Mehrsprachigkeit, dann einen Shop. Jede Erweiterung kostet Zeit und oft Geld. Definiere am Anfang klar, was du brauchst, und halte dich daran. Erweitern kannst du später immer noch.

Und der wichtigste Tipp: eine Website, die online ist, schlägt eine perfekte Website, die nie fertig wird. Starte klein, starte günstig, starte jetzt.

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