WordPress schneller machen

Anfänger
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Deine WordPress-Seite lädt ewig? Besucher springen ab, Google straft dich ab. 90% aller langsamen WordPress-Seiten haben das gleiche Problem: zu viele Plugins und keine Bildkomprimierung. Hier zeig ich dir, wie du das in 20 Minuten behebst.
1

Caching-Plugin installieren (WP Super Cache)

<p>Caching bedeutet: Deine Website wird einmal fertig aufgebaut und dann als fertiges Ergebnis gespeichert. Stell dir vor, du backst jeden Tag den gleichen Kuchen — mit Caching backst du ihn einmal und servierst dann Kopien. Viel schneller!</p><p>Geh in WordPress auf <strong>Plugins → Installieren</strong> und suche nach «WP Super Cache». Installieren, aktivieren, fertig. In den Einstellungen des Plugins setzt du den Haken bei <strong>«Caching an»</strong> und klickst auf «Status aktualisieren».</p><p>Ich empfehle WP Super Cache weil es gratis ist, von Automattic (den WordPress-Machern) entwickelt wird und zuverlässig läuft. Finger weg von komplizierten Caching-Plugins mit 200 Einstellungen — das brauchst du nicht.</p>

Nach grossen Änderungen an deiner Seite (neues Design, neue Seiten) solltest du den Cache einmal leeren. Das geht unter «WP Super Cache» → «Cache löschen».
2

Bilder komprimieren mit ShortPixel

<p>Bilder sind der häufigste Grund für langsame Websites. Ein Foto direkt vom Handy hat locker 3–5 MB. Auf deiner Website braucht es aber höchstens 200 KB. Das ist ein gewaltiger Unterschied!</p><p>Installiere das Plugin <strong>«ShortPixel Image Optimizer»</strong>. Du bekommst 100 Bilder pro Monat gratis komprimiert. Bei der Registrierung erhältst du einen API-Schlüssel (eine Art Passwort), den du im Plugin einträgst.</p><p>Wähle die Einstellung <strong>«Glossy»</strong> — das komprimiert stark, ohne dass man einen Unterschied sieht. Dann klick auf «Bulk Optimize», und ShortPixel schrumpft alle deine bestehenden Bilder automatisch.</p>

Lade Bilder BEVOR du sie hochlädst schon auf die richtige Grösse runter. Für eine normale Website reichen 1200 Pixel Breite. Dafür brauchst du kein teures Programm — das geht gratis mit squoosh.app im Browser.
3

Unnötige Plugins deaktivieren und löschen

<p>Jedes Plugin verlangsamt deine Seite ein bisschen. Manche Plugins verlangsamen sie extrem — besonders solche, die auf jeder Seite etwas laden (Slider, Social-Media-Buttons, Statistik-Tools).</p><p>Geh auf <strong>Plugins → Installierte Plugins</strong> und sei ehrlich: Welche Plugins brauchst du wirklich? Alles was du nicht aktiv nutzt — deaktivieren und löschen. Nicht nur deaktivieren, sondern wirklich <strong>löschen</strong>. Deaktivierte Plugins sind wie Möbel im Keller — sie nehmen trotzdem Platz weg.</p><p>Mein Tipp: Die meisten Websites kommen mit 8–12 Plugins aus. Wenn du über 20 hast, ist definitiv Aufräumarbeit nötig.</p>

Typische Plugin-Sünden: Slider (Revolution Slider ist berüchtigt langsam), Broken Link Checker, Jetpack (wenn du nur 1-2 Funktionen davon nutzt). Ersetze Jetpack durch einzelne, schlanke Plugins.
4

PHP-Version auf 8.x stellen

<p>PHP ist die Programmiersprache, in der WordPress geschrieben ist. Neue PHP-Versionen sind deutlich schneller als alte. Der Unterschied zwischen PHP 7.4 und PHP 8.2 kann 20–30% Ladezeit ausmachen — ohne dass du irgendetwas anderes änderst!</p><p>Die PHP-Version stellst du im <strong>Hosting-Panel</strong> deines Anbieters um:</p><ul><li><strong>Hostpoint:</strong> Server → PHP-Konfiguration</li><li><strong>Cyon:</strong> Hosting → PHP-Version</li><li><strong>Infomaniak:</strong> Hosting → Konfiguration → PHP</li></ul><p>Wähle mindestens <strong>PHP 8.1</strong>, besser PHP 8.2 oder 8.3. Falls danach etwas nicht mehr funktioniert, liegt es an einem veralteten Plugin — dann aktualisiere das Plugin oder ersetze es.</p>

Prüfe VORHER, ob dein Theme und deine Plugins PHP 8.x unterstützen. Das siehst du meistens auf der Plugin-Seite unter «Getestet bis». Im Zweifelsfall: PHP-Version umstellen und Seite testen. Du kannst jederzeit zurückwechseln.
5

Gutes Hosting wählen — es macht einen Riesenunterschied

<p>Egal wie viel du optimierst: Auf einem langsamen Server wird deine Seite nie richtig schnell. Billiges Shared Hosting für CHF 2.– im Monat teilt sich den Server mit Hunderten anderen Websites. Stell dir vor, du wohnst in einer WG mit 200 Leuten — da ist die Dusche auch immer besetzt.</p><p>Für die meisten WordPress-Seiten empfehle ich <strong>Hostpoint</strong> oder <strong>Cyon</strong>. Beide haben Rechenzentren in der Schweiz, schnelle Server und guten Support auf Deutsch. Kostenpunkt: CHF 5–10 im Monat.</p><p>Falls du einen Online-Shop oder eine Website mit viel Traffic hast, lohnt sich ein <strong>WordPress-Hosting</strong> wie Raidboxes oder Kinsta. Die sind speziell auf WordPress optimiert und nochmal deutlich schneller — kosten aber auch CHF 20–50 im Monat.</p>

Teste die Geschwindigkeit deiner Seite auf pagespeed.web.dev (gratis von Google). Ein Score über 80 ist gut, über 90 ist super. Alles unter 50 ist schlecht.

Häufige Fragen

Reicht ein Caching-Plugin oder brauche ich mehrere?
Ein einziges reicht völlig. Installiere NIEMALS zwei Caching-Plugins gleichzeitig — die kommen sich in die Quere und machen deine Seite im schlimmsten Fall sogar langsamer oder kaputt. WP Super Cache reicht für die allermeisten Seiten.
Wie teste ich ob meine Seite wirklich schneller geworden ist?
Nutze pagespeed.web.dev von Google. Miss die Geschwindigkeit VOR den Änderungen und danach. Schau dir vor allem den Wert «Largest Contentful Paint» an — der sollte unter 2.5 Sekunden liegen. Teste auch auf dem Handy, nicht nur am Computer.
Meine Seite ist trotz allem immer noch langsam — was tun?
Dann liegt es fast immer am Hosting. Wechsle zu einem besseren Anbieter wie Hostpoint oder Cyon. Oder steige auf WordPress-Hosting um (Raidboxes, Kinsta). Der Hosting-Wechsel bringt oft mehr als alle Plugin-Optimierungen zusammen.

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