DNS / Nameserver

Browser beispiel.ch fragt DNS-Server Übersetzt Domain → IP IP 185.12.45.67 IP-Adresse Web- server So funktioniert DNS 1. Domain eingeben 2. DNS auflösen 3. IP erhalten 4. Verbinden

Stell dir vor, du willst einen Freund besuchen. Du kennst seinen Namen, aber nicht seine Adresse. Also schaust du im Telefonbuch nach. Genau das macht das DNS (Domain Name System) im Internet: Es übersetzt lesbare Domain-Namen wie beispiel.ch in technische IP-Adressen wie 185.12.45.67.

Wie funktioniert eine DNS-Abfrage?

Wenn du webhostingvergleich24.ch in deinen Browser tippst, passiert Folgendes in Sekundenbruchteilen:

  1. Browser fragt: Dein Browser kennt die IP-Adresse nicht und fragt den DNS-Resolver deines Internet-Providers (z.B. Swisscom oder Salt).
  2. Resolver sucht: Der Resolver fragt nacheinander verschiedene DNS-Server – zuerst den Root-Server, dann den .ch-Server, dann den zuständigen Nameserver deines Hosters.
  3. Antwort kommt: Der Nameserver antwortet mit der IP-Adresse. Dein Browser verbindet sich direkt zum Webserver.
  4. Caching: Die Antwort wird zwischengespeichert (meist 1–24 Stunden), damit die nächste Abfrage schneller geht.

Nameserver bei Schweizer Hostern

Wenn du eine .ch-Domain bei Hostpoint, Infomaniak oder Cyon registrierst, werden automatisch deren Nameserver eingetragen. Bei Hostpoint sieht das z.B. so aus: ns1.hostpoint.ch und ns2.hostpoint.ch.

Willst du deine Domain zu einem anderen Hoster umziehen, änderst du einfach die Nameserver-Einträge. Bis die Änderung weltweit aktiv ist, dauert es bis zu 48 Stunden – das nennt man DNS-Propagation.

Wichtige DNS-Einträge

  • A-Record: Verknüpft deine Domain mit einer IPv4-Adresse
  • CNAME: Leitet eine Subdomain (z.B. shop.beispiel.ch) auf eine andere Domain weiter
  • MX-Record: Bestimmt, welcher Server deine E-Mails empfängt
  • TXT-Record: Enthält Zusatzinfos wie SPF-Einträge für E-Mail-Sicherheit

Tipp für die Praxis

Die meisten Schweizer Hoster bieten ein DNS-Verwaltungspanel, in dem du Einträge selbst bearbeiten kannst. Wenn du unsicher bist: Finger weg von den Nameserver-Einstellungen, solange alles funktioniert. Ein falscher Eintrag kann deine Website und E-Mails lahmlegen.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert eine DNS-Änderung?
In der Regel zwischen 1 und 48 Stunden. Das hängt von der sogenannten TTL (Time to Live) ab, die festlegt, wie lange DNS-Einträge zwischengespeichert werden. Bei den meisten Schweizer Hostern dauert es aber nur wenige Stunden.
Kann ich meine Nameserver selbst ändern?
Ja, das geht über das Kundenpanel deines Domain-Registrars (z.B. Hostpoint, Infomaniak oder Switchplus). Du brauchst die neuen Nameserver-Adressen deines Ziel-Hosters. Sei aber vorsichtig: Falsche Einträge können deine Website und E-Mails unerreichbar machen.
Was passiert, wenn DNS ausfällt?
Wenn dein DNS-Server nicht erreichbar ist, können Browser deine Domain nicht mehr in eine IP-Adresse auflösen – deine Website ist dann nicht erreichbar, obwohl der Webserver selbst läuft. Deshalb haben Hoster immer mindestens zwei Nameserver als Absicherung.

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