E-Mail-Hosting

E-Mail-Zustellweg Absender ✉️ Mail SMTP Sende-Server DNS MX-Lookup Empfänger Mail-Server Client IMAP/POP3 «Welcher Server ist für @domain.ch zuständig?» IMAP (empfohlen) ✓ Mails bleiben auf dem Server ✓ Sync auf allen Geräten ✓ Zugriff auch via Webmail POP3 (veraltet) ✗ Mails werden heruntergeladen ✗ Nur auf einem Gerät ✗ Kein Webmail-Zugriff

E-Mail-Hosting bedeutet, dass ein Anbieter deine E-Mail-Infrastruktur bereitstellt – also die Server, die deine Mails empfangen, speichern und versenden. Klingt simpel, aber dahinter steckt eine ganze Maschinerie aus Protokollen, DNS-Einträgen und Sicherheitsmechanismen.

Wie funktioniert E-Mail-Zustellung?

Wenn jemand eine Mail an dich schickt, passiert Folgendes: Der Absender-Server (SMTP) schaut im DNS nach, welcher Server für deine Domain zuständig ist – das ist der sogenannte MX-Eintrag. Dann liefert er die Mail an deinen Empfänger-Server. Dort wartet sie, bis du sie mit deinem E-Mail-Programm über IMAP oder POP3 abholst.

IMAP vs. POP3: Was ist besser?

Kurz gesagt: IMAP in fast allen Fällen. Bei IMAP bleiben deine Mails auf dem Server und werden auf allen Geräten synchronisiert – ob Laptop, Handy oder Webmail. Bei POP3 werden die Mails heruntergeladen und vom Server gelöscht. Das war früher sinnvoll, als Speicherplatz teuer war, aber heute ist IMAP der Standard.

E-Mail im Schweizer Webhosting

Die meisten Schweizer Hosting-Anbieter liefern E-Mail-Hosting gleich mit. Bei Hostpoint, Cyon und Infomaniak bekommst du professionelle E-Mail-Adressen mit deiner eigenen Domain (z.B. info@deinefirma.ch). Typischerweise sind enthalten:

  • Postfächer: Zwischen 5 und unbegrenzt, je nach Paket
  • Speicher: 1 bis 25 GB pro Postfach
  • Webmail: Zugriff über den Browser, ohne Einrichtung
  • Spam-Filter: Automatische Erkennung von unerwünschten Mails
  • Verschlüsselung: TLS/SSL für sichere Übertragung

Worauf du achten solltest

Vergleiche nicht nur den Preis pro Postfach. Wichtig sind auch: Wie gross ist der Speicherplatz? Gibt es einen guten Spam-Filter? Werden Mails in der Schweiz gespeichert (DSG-konform)? Gibt es Catch-All-Adressen und Weiterleitungen? Und ganz praktisch: Funktioniert das Webmail gut, oder musst du zwingend Outlook oder Thunderbird einrichten?

Eigenes E-Mail-Hosting vs. Google/Microsoft

Manche Unternehmen nutzen Google Workspace oder Microsoft 365 statt des E-Mail-Hostings ihres Webhosters. Das kann sinnvoll sein für Collaboration-Features, hat aber einen Haken: Die Daten liegen nicht in der Schweiz. Wenn dir DSG-Konformität wichtig ist, kann Schweizer E-Mail-Hosting die einfachere Lösung sein – oft zu einem Bruchteil der Kosten.

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Häufige Fragen

Brauche ich separates E-Mail-Hosting oder reicht mein Webhosting?
Für die meisten KMU und Einzelunternehmer reicht das E-Mail-Hosting, das im Webhosting-Paket enthalten ist. Separate E-Mail-Lösungen wie Google Workspace lohnen sich erst, wenn du erweiterte Collaboration-Funktionen (geteilte Kalender, Videokonferenzen) brauchst.
Wie viele E-Mail-Adressen brauche ich?
Für den Start reichen oft 2–3 Adressen: eine persönliche (vorname@firma.ch), eine allgemeine (info@firma.ch) und eventuell eine für Support. Achte darauf, dass dein Hosting-Paket genügend Postfächer enthält oder flexibel erweiterbar ist.

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